Unsere Heimat - das Moselland

1. Unsere Natur

Umgeben von Bergen, Wiesen und Wäldern verlaufen die allseits bekannten Moselschleifen. Der Fluss beginnt in Frankreich, bildet in seinem Verlauf eine natürliche Grenze zum Saarland und Luxemburg und läuft von Westen nach Osten durch Rheinland-Pfalz. Bevor die Mosel nach 544 Kilometern Gesamtlänge in Koblenz in den Rhein mündet, trennt sie die Eifel im Norden vom Hunsrück im Süden.

Prägend für das Landschaftsbild des Moseltals sind seit der Zeit der Römer die Weinberge. Ob im Steilhang, in Terrassenform oder in flacheren Bereichen - der für die Moselregion typische Schiefer ist perfekt für den Weinbau. Er erschwert zwar die Arbeit des Pflanzens, doch er speichert die Wärme der Sonne, kann diese über Nacht abgeben und schützt die Weinreben in besonders kalten Frühjahres- und Herbst-Nächten vor Frost.

2. Unsere Geschichte und Kultur

Handel bringt Wandel – mit dieser alten Weisheit hat die Kultur der Großregion Mosel vieles gemeinsam. Durch seine geografische Lage verbindet der Fluss gleich drei Länder miteinander, ist auf 394 Kilometern schiffbar und verfügt über ca. 129 Brücken. Natürlich begann die Entwicklung der Kultur der Moselregion, wie wir sie heute kennen, schon sehr viel früher.

An den meisten Stellen sind sicher die Römer für einen der größten Entwicklungsschübe von vor über 2.000 Jahren verantwortlich. Doch auch die Kirche, der Adel, diverse Ritterorden und die französischen Nachbarn haben zur Entstehung der heutigen Lebensweise und Kultur beigetragen.

Zeitzeugen hierfür finden sich immer noch überall im Moseltal und drum herum. Ob die unendlich vielen Hinterlassenschaften der Römer, wie der Porta Nigra und den Kaiserthermen in Trier oder dem Weinanbau, für den die vielen Kelteranlagen entlang der Mosel erbaut wurden. Oder die unzähligen Kreuzwege, Heiligenhäuschen und Kapellen der Kirchengemeinden, welche sich in den Weinbergen oder an den alten Handelsstraßen finden. Gleich gefolgt von den Rittern und den von ihnen hinterlassenen teils prunkvollen Burgen, sowie der Adelsgeschichte des Moseltals und die damit verbundenen Bauwerke wie Schlösser und auch Paläste. Ebenfalls auch heute noch eine Attraktion sind die Sonnenuhren in den Weinbergen.

All dies hat das Moseltal im Laufe der Jahrhunderte geprägt und die Kultur zu dem werden lassen, was sie heute ist. Ein wundervoller Mix aus Landschaft, Genuss, Historie und Moderne. Märchenhaften Bachläufen, wundervollen Aussichten und verträumten fachwerkverzierten Orten mit viel Platz für Wanderungen und Radtouren.

3. Unsere Kulinarik

Zur Freude des Geschmacks und Genusses ist die Entwicklung der multikulturellen Geschichte des Moseltals auch an unserer Kulinarik nicht spurlos vorüber gegangen. Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Küche und leckere Weine.

Die meisten moseltypischen Gerichte stehen ganz im Zeichen des Weinanbaus und der damit verbundenen körperlichen Arbeit – es darf also deftig und nahrhaft sein. So wie zum Beispiel das wohl wichtigste Gericht: Kappes-Teerdisch, auch Gräwes genannt. Ein Gemisch aus Kartoffelpüree, Sauerkraut und Speck. Dazu gibt es traditionell Kasseler und geröstete Zwiebelringe. Ähnlich ist das Gericht namens Schoales, auch als Dibbelabbes oder Döppekoche bezeichnet. Hinter diesem urigen Namen verbirgt sich ein schmackhafter Kartoffelauflauf mit Speck, welcher in fast jeder Ortschaft einen anderen Namen trägt.

Mahlzeiten, die nicht weniger gut schmecken, aber nach dem Genuss noch Platz für Mehr lassen, sind etwa das Cochemer Zwiebelweinfleisch „Zwiwwelfleisch“ oder das allseits bekannte „Tresterfleisch“, welches tagelang in Wein und Traubenschnaps eingelegt wird, bevor man es für den Verzehr vorbereitet. Mindestens genauso lecker sind natürlich Reibekuchen „Krumpernschnietcher“, die Kartoffelwurst „Krommbierewoscht“ oder der marinierte und gegrillte Schweinenacken am Holzspieß „Mosel-Wingertspoal“.

Auch Rezepte mit Fisch, wie Mosel-Zander oder Mosel-Aal mit Preiselbeeren, Rührei oder Schnittlauch gehören zum Repertoire der Mosel-Küche. Weiter stehen auch noch Spezialitäten wie das Rieslingsüppchen oder die Weincréme auf dem Programm. Besonders interessant ist auch, was sich so alles aus dem Weinbergpfirsich herstellen lässt.

Last but not least kommt der Hauptdarsteller zum Schluss: Der Mosel-Wein. Ob nun weltbekannte Weinlagen, wie „Brauneberger Juffer“, „Bernkasteler Doctor“, „Wehlener Sonnenuhr“, „Erdener Treppchen“, „Piesporter Goldtröpfchen“ und „Bremmer Calmont“. Oder die inzwischen vielfältigen Rebsorten, welche an den Berghängen des Moseltals angebaut werden. Allen voran steht der Riesling natürlich auf Platz 1, doch auch Spätburgunder, Dornfelder, Müller-Thurgau (Rivaner), Weißburgunder und Kerner erfreuen sich der Wärme und Sonne des Moseltals und dem Moselschiefer. Welcher nicht nur für gute Erträge sorgt, sondern auch eine hervorragende Basis für Spitzenweine ist.

Lassen Sie es sich bei uns an der Mosel schmecken…